Spendenaufruf

Lieber Leserinen und Leser, ich habe Planet-Unicum als Projekt in 2014 gestartet und alle laufenden Kosten bis heute aus meine eigene Tasche bezahlt. Leider kann ich es nicht mehr ohne Eure Hilfe weiter leisten. Das Projekt liegt mir, sowie vielen anderen Leserinen und Leser sehr an Herzen und soll weiter leben.

Gute Autoren, die schöne Texte schreiben können, sind schwierig zu finden und die Texte müssen auch bezahlt werden. Es liegt bei Ihnen ob Sie ein, fünf oder mehr Euro spenden möchten, Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Hier ist das Link für PayPal-Spenden

Vielen Dank im Voraus,

Alexander Schecklein

Essbare Wasserflasche


Plastikmüll ist eine große Belastung für unsere Erde. Allein in unseren Weltmeeren schwimmen rund 150 Millionen Tonnen Plastik herum und jedes Jahr kommen acht Millionen Tonnen neu dazu.

Viele Menschen machen sich Gedanken über dieses Problem. Beispielsweise wurden nun in den ersten Städten Plastikflaschen verboten. Nun aber könnte ein Trinkball die neue Lösung sein, um Plastikmüll zu reduzieren.

Das 2014 gegründete Londoner Start-up Skipping Rocks Lab hat Wasserbällchen mit dem Namen „Ohho!“ entwickelt, die man nach dem Trinken essen kann. So hinterlässt man keinen Müll. Die Idee für die essbaren Wasserbällchen kommt aus der Molekularküche, wo Lebensmittel durch biochemische Prozesse verändert werden.

Das Team des Londoner Startups nutzt Algenextrakt, um eine stabile Textur herzustellen. Damit wird das Wasserbällchen ummantelt. Nachdem man die Haut des Bällchens aufgerissen oder ein Loch hineingestochen hat, kann man problemlos das Wasser aus dem Bällchen trinken. Letztendlich ist fast genau ein Schluck Wasser in jedem Bällchen, das auch reißfest und dehnbar ist.

 

Derzeit kann man das Wasserbällchen auf Festivals und Veranstaltungen probieren. Beispielsweise bei Marathons können die Läufer so schnell im Vorbeigehen einen Schluck Wasser trinken. Darüber hinaus läuft eine Crowdfunding-Kampagne, über die Geld für eine größere Produktion gesammelt werden soll.

Derzeit laufen auch andere Projekte, um langfristig Wasserflaschen aus Plastik durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Auch andere Unternehmen experimentieren mit alternativen Stoffe, um innovative Verpackungen auf den Markt zu bringen.

Die Ballons von Skipping Rocks Lab sehen zudem sehr stylisch aus und sind auch aus diesem Grund eine absolute Innovation. Das junge Start-up wird auf seinem Weg von „Climate KIC“, dem größten europäischen Klimaschutzprogramm, unterstützt.

Die Technologie könnte die Verpackungsindustrie revolutionieren, denn in den kleinen Ballons aus natürlichen Materialien kann man nicht nur Wasser, sondern auch andere Flüssigkeiten in der Membran aufbewahren. Neben Getränken aller Art kann auch Kosmetik in der Blase aufbewahrt werden. Die Hülle ist nicht nur essbar, sondern kann auch aus ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen bestehen. Zudem muss die Kugel nicht unbedingt durchsichtig sein, denn sie kann auch eingefärbt werden. Es heißt, dass das Material, aus dem die Wasserkugel besteht, sogar günstiger als Plastik sei. Der Algenextrakt wird – wenn es nicht aufgegessen wird – innerhalb von vier bis sechs Wochen biologisch abgebaut, ähnlich wie eine Bananenschale.

Diese neue Innovation könnte ein richtiger Schritt in Richtung Reduzierung von Plastikmüll sein. Langfristig könnten so Plastikflaschen aus unseren Supermärkten verschwinden.

Autor: E. Gieseler (27.04.2017)

Bilder: Copyright: Skipping Rocks Lab