Spendenaufruf

Lieber Leserinen und Leser, ich habe Planet-Unicum als Projekt in 2014 gestartet und alle laufenden Kosten bis heute aus meine eigene Tasche bezahlt. Leider kann ich es nicht mehr ohne Eure Hilfe weiter leisten. Das Projekt liegt mir, sowie vielen anderen Leserinen und Leser sehr an Herzen und soll weiter leben.

Gute Autoren, die schöne Texte schreiben können, sind schwierig zu finden und die Texte müssen auch bezahlt werden. Es liegt bei Ihnen ob Sie ein, fünf oder mehr Euro spenden möchten, Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Hier ist das Link für PayPal-Spenden

Vielen Dank im Voraus,

Alexander Schecklein

Ein Überlebenskünstler in der Wüste

 

Fast niedlich wirkt der beigefarbene Fuchs mit seinen großen Ohren und den dunklen Augen. Tatsächlich jedoch ist er ein geschickter Jäger, der perfekt an seinen extremen Lebensraum angepasst ist.

 

Eigenschaften und Körperbau

Bei dem Fennek (Vulpes zerda) handelt es sich um einen sehr kleinen Fuchs, der mindestens seit der Jungsteinzeit existiert. Die geringe Größe ist der Tatsache geschuldet, dass er auf diese Art weniger schnell überhitzt. Diesen Zweck erfüllen auch die großen, gut durchbluteten Ohren, über die sich Wärme abgeben lässt. Abgesehen davon verleihen sie ihm jedoch auch ein phantastisches Gehör. Die Oberseite des Fells kann zwischen leichtem Gelb, Rot oder Grau changieren, die Unterseite ist etwas heller. Damit ist er kaum vom Wüstensand zu unterscheiden. Der gesamte Stoffwechsel des Tieres ist auf die große Hitze seiner Heimat ausgerichtet. So kann er seine Atemfrequenz bei hohen Temperaturen auf fast 700 Züge pro Minute erhöhen. Außerdem gibt er nur geringe Mengen sehr konzentrierten Urins ab. Daher muss er nur sehr selten trinken und kann seinen Flüssigkeitsbedarf über die Nahrungsaufnahme decken. Dazu oxidiert er darin vorhandenen Wasserstoff zu flüssigem Wasser. Nicht zuletzt sind die Unterseiten seiner Füße behaart, sodass er sich nicht die Sohlen verbrennt, wenn er über heißen Boden läuft. Sie verhindern aber auch ein starkes Einsinken in losen Sand.
Der Fennek ist zu sehr unterschiedlichen Lauten befähigt, die der sozialen Verständigung dienen. Dazu zählen Bellen, Quieken, Jaulen und Schnurren. Sein Nahrungsspektrum ist relativ groß: Als Jäger sucht er nach großen Insekten oder Wirbeltieren wie kleinen Echsen, bodenlebenden Vögeln oder Springmäusen und Ratten. Er frisst jedoch auch Knollen und Früchte sowie Aas und Gelege. Bei der Futtersuche nähert er sich zudem auch menschlichen Siedlungen oder Zelten. Zumeist leben die Tiere als Paar. Der Wurf von 2-5 Jungen wird gemeinsam beschützt und aufgezogen.

 

512px Fennec Fox Vulpes zerda

 

By Drew Avery (Flickr: Fennec Fox {Vulpes zerda}) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

 

Verbreitung und Gefährdung

Obwohl der Wüstenfuchs ein Raubtier ist, ist er aufgrund seiner geringen Größe auch selbst Beute. Daher wird er von Goldschakalen und Streifenhyänen ebenso gejagt wie von Luchsen und dem Wüstenuhu. In der Umgebung menschlicher Behausungen wird er manchmal auch von Haushunden gerissen.
Fenneks leben nur in Gebieten mit Sand und sehr geringem Niederschlag. Sie finden sich im gesamten Norden Afrikas und dem übrigen Gebiet der Sahara. Begrenzt wird ihre Verbreitung durch Küstenlinien, den Nil und die höhergelegenen Gebiete des Atlas. In den Heimatgebieten des Fuchses wurden vor allem sein Fleisch und sein Fell genutzt, weshalb er in vielen Ländern bis heute gejagt wird. Sein Bestand gilt als nicht gefährdet, jedoch stellt dies eher eine Schätzung dar. Da genaue Daten zu seiner Individuenzahl fehlen, ist er Objekt vieler Forschungsprojekte. Besonders in den USA wird der Wüstenfuchs als Haustier gehalten. Er gilt als sehr verspielt und anhänglich, allerdings ist es nicht einfach ihm artgerechte Haltungsbedingungen zu bieten.

Autor: Kore (15.02.2016)

 

Anzeige

Mehrwegbuch_leaderboard728x90

 

Weitere interessante Artikel