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Alexander Schecklein

Ein gefährdeter Akrobat

Er sieht aus wie eine Mischung aus Bär, Katze und Fuchs und frisst vor allem Bambus. Der Rote Panda (Ailurus fulgens), auch Goldhund, Feuerfuchs, kleiner Panda, Katzenbär oder Bärenkatze genannt, gibt noch einige Rätsel auf.

Steckbrief

Schon diese Namensvielfalt zeigt, dass die Zuordnung des Tieres nicht ganz einfach ist. So hielt man sie erst für Bären wie die großen Pandas oder Kleinbären und rechnet sie nun den Marderartigen zu. Ähnlich wie die großen Pandas fressen sie vor allem Bambus, aber auch Früchte, Samen, Beeren, Gräser, Wurzeln und Nüsse, manchmal sogar kleine Nager, Insekten oder Eier. Sie leben vor allem in dichten Wäldern höherer Lagen in Tibet, Nepal, Sikkim, Nordbhutan, sowie Teilen Indiens und Chinas. Da ihnen Hitze schnell zusetzt, sammeln sie ihre Nahrung vor allem nachts. Tagsüber schlafen sie zusammengerollt in Höhlen oder Astgabeln. Bei der Futtersuche stellen sich die agilen Tiere sehr geschickt an und setzen ihre Pfoten ein. Zum Trinken tauchen sie diese ins Wasser und lecken sie dann ab. Auch sonst sind ihre Pfoten etwas Besonderes, denn sie haften effektiv auf glatten Oberflächen. Zudem haben sie gute Isolationseigenschaften, sodass die Tiere sogar über Eis laufen können. Mit ihren teilweise einziehbaren Krallen können Rote Pandas ausgezeichnet klettern und sich auf dem Boden schnell durch dichtes Gebüsch bewegen.
Der Kleine Panda hat eine schwarze Körperunterseite und ist ansonsten in auffälligem Orangerot gefärbt. Ohren, Wangen und Gesicht sind weiß gezeichnet. Sein Schwanz ist sehr lang und buschig, er nutzt ihn zum Beispiel im Schlaf zum Schutz seines Gesichts. Er nimmt fast die Hälfte der Körperlänge ein, die etwa 1,20 Meter beträgt. Mit 4-6 Kilogramm ist das Tier ungefähr so schwer wie ein kleiner Hund. Es lebt lieber allein und trifft Artgenossen nur zur Paarung. Die Welpen werden dann vom Weibchen mehrere Monate mit Milch und Futter versorgt.
Die Lautäußerungen scheinen zunächst nicht zu dem kleinen Tier zu passen: Weder brummt noch knurrt er, stattdessen gibt er Zwitscher- und Pfeiftöne von sich!

 

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Missverstandenes Haustier

Ihr Entdecker F.G. Cuvier bezeichnete Rote Pandas einst als schönste Säugetiere der Welt. Leider führt dieses beinahe teddyhafte Aussehen oft dazu, dass Menschen die Tiere als Haustiere halten möchten. Durch ihr possierliches Verhalten und die relativ geringe Größe scheinen sie dafür geeignet zu sein. Jedoch stehen Rote Pandas auf der Liste der bedrohten Tierarten, da es nur noch ungefähr 10.000 Individuen gibt, wobei besonders ihr Lebensraum gefährdet ist. Nichtsdestotrotz finden sich in Foren immer wieder Anfragen, wo sich Rote Pandas kaufen lassen. Es steht zu befürchten, dass sich Wilderer und Tierschmuggler hiervon animiert fühlen könnten die Tiere illegal zu fangen.
Dabei ist ihre Haltung bereits im Zoo nicht einfach. Kleine Pandas sind bewegliche Einzelgänger, die ein großes Gehege benötigen, zum Kuscheln sind sie keinesfalls geeignet. Auch ihre Ernährung ist kompliziert, da hierfür ständig frische Bambusschösslinge zur Verfügung stehen müssen. Deshalb lassen sie sich in Gefangenschaft auch nur äußerst selten zur Vermehrung bringen.

 

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Autor: Kore (24.01.2016)

Bilder: Pixabay

 

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