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Alexander Schecklein

Immer weniger Fische in unseren Meeren


Vielen Verbrauchern ist noch immer nicht bewusst, dass die Fischbestände in unseren Meeren immer kleiner werden. Einige Gewässer sind völlig überfischt.

Überfischung bedeutet, dass dauerhaft mehr Fische gefangen werden, als nachwachsen. Es wird also nicht nachhaltig gefischt. Von vielen Fischarten schwimmen immer weniger Tiere in unseren Meeren herum, einige Fischarten sind sogar vom Aussterben bedroht.

Wie bei vielen Umweltproblemen ist die Hauptursache der Eingriff des Menschen ins Ökosystem. Aber nicht nur die Fischerei bedroht die Fische. Auch Schadstoffe, Überdüngung, der Abbau von Bodenschätzen und der Klimawandel belasten die Fische. Noch in den 1950er Jahren dachte man, die Fischvorkommen in unseren Meeren wären beinahe unerschöpflich. Doch in den letzten Jahrzehnten haben die Menschen es geschafft, die Bestände der beliebtesten Raub- und Speisefische wie Thunfisch oder Schwertfisch beträchtlich zu reduzieren. Man warf immer größere Netze aus und arbeitet heute sogar mit modernster Technik wie Sensoren, um möglichst viele Fische zu fangen. Zudem gehen die Fischer mit ihren Netzen immer tiefer und fischen auch am Meeresgrund. Und wir essen immer mehr Fisch.

Fischer achten wenig auf die Natur. Sie fangen auch kleinere Fische oder ziehen Seesterne oder Muscheln mit in die Netze. Bei manchen Fangmethoden wird zudem der Meeresgrund beschädigt. Laut der WHO sind heute mehr als 50 Prozent der Fischbestände bis an die Grenzen befischt. 30 Prozent sind sogar schon völlig erschöpft, in den europäischen Gewässern ist diese Zahl noch höher.

Was kann man dagegen tun? Nachhaltige Fischerei kann helfen, damit sich die Fischbestände erholen. Der Weg dahin wird jedoch lang sein, da Fischbestände zum Teil sehr lange brauchen, bis sie sich erholt haben. In den vergangenen Jahren wurden sich Verbraucher, Vereine, Politiker und die Fischindustrie immer mehr der Problematik bewusst und es werden Schutzmaßnahmen eingeführt.

Einige Staaten haben zum Beispiel Schutzgebiete eingerichtet, wo man zum Teil gar nicht mehr fischen darf. Und auch der sogenannte Beifang, also andere Fische oder Jungtiere, die mitgefangen werden, soll reduziert werden. Über Quoten und Abkommen regelt beispielsweise die EU, wie viel Fisch gefischt werden darf. Darüber hinaus geben Organisationen wie Greenpeace oder WWF regelmäßig Ratgeber heraus oder vergeben Umweltsiegel. Zu den bekanntesten Siegeln gehört das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council).

Aber auch jeder einzelne Verbraucher kann etwas gegen die Überfischung tun. Hier ist allerdings die Voraussetzung, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und entsprechend einzukaufen. Der Ratgeber von Greenpeace gibt beispielsweise Hinweise, welche Fischarten bedenkenlos gekauft werden können. Aber nicht nur die Fischarten, sondern auch das Herkunftsgebiet, die Züchtung von Fischen und die Fangmethode spielen eine Rolle. Der Verbraucher sollte also verantwortungsbewusst einkaufen und auf die entsprechenden Siegel achten. Und ähnlich wie bei Fleisch und anderen Produkten gilt auch beim Fisch, dass wir unseren Verbrauch reduzieren müssen, damit sich die Bestände nachhaltig erholen können.

 

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Autor: E. Gieseler (21.01.2016)

 

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