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Wie bekommen die Hurrikane ihre Namen.


Es ist ein beliebtes Phänomen, Wetterbedingungen mit Namen zu belegen. In verschiedenen Ländern haben sich nach und nach unterschiedliche Methoden eingebürgert.

In den USA begann man im Zweiten Weltkrieg, Taifune im Pazifik in alphabetischer Reihenfolge mit weiblichen Vornamen zu benennen. Der Grund dafür war eine leichtere Kommunikation, gerade wenn es mehrere Taifune zur gleichen Zeit gab.

In Deutschland begann man 1954, Hoch- und Tiefdruckgebiete mit Vornamen zu benennen. Wurden zunächst nur weibliche Vornamen verwendet, begann man in den USA und später auch in Europa auch männliche Vornamen zu vergeben. 1998 gab es in Deutschland eine lebhafte Diskussion, ob die Verwendung von Frauennamen für Tiefs eine Diskriminierung sei. Darauf hin entschloss man sich an der FU in Berlin, die für die Benennung von Wetterphänomenen zuständig ist, männliche und weibliche Vornamen jedes Jahr zu wechseln.

Gerade bei Hurrikanen in den USA hat die Vergabe von Namen dazu geführt, dass diese oft sofort mit den betroffenen Regionen in Verbindung gebracht werden. Wenn man „Hurricane Katrina“ hört, denkt man sofort an das verheerende Unwetter 2005 in New Orleans.

 

Ein Name oder eine Nummer?
Hurrikane werden in den USA seit 1953 Jahren benannt. Davor bezeichnete man diese Wetterphänomene in Zusammenhang mit der Stadt oder der Region, in der sie auftraten. Manchmal wurde auch der Tag ihres Auftretens genannt. So spricht man beispielsweise vom Miami Hurricane im Jahr 1926 oder dem Labor Day Hurricane 1935. Später schlugen einige Wissenschaftler vor, die Hurrikane zu nummerieren. Diese Praxis konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

Doch warum entschied man sich ausgerechnet bei derart schlimmen Wetterereignissen, die oft zahlreiche Menschenleben fordern, für Vornamen? Zunächst begann man in der Tat damit, den Hurrikanen Namen zu geben, die sich am Navy Phonetic Alphabet orientierten. Dabei entstanden so bizarre Namen wie „Hurrican Dog“ oder „Hurricane Easy“. Deshalb setzten sich 1953 die Frauennamen durch. Die Kommunikation wurde einfacher und es wurde leichter, die Bevölkerung zu warnen. Namen sind leichter zu merken, als Zahlen oder technische Begriffe. So war es einfacher, beispielsweise in den Wetternachrichten oder in Radiodurchsagen einfach die Namen zu nennen. In den USA kamen dann 1979 auch Männernamen dazu.

Zwischenzeitlich hat sich in den USA eine Liste etabliert, auf die in regelmäßigen Abständen zurückgegriffen werden kann. Die Namen für das Jahr 2015 können damit 2021 wieder verwendet werden. Übrigens ist die Hurrikansaison im Pazifik jedes Jahr gleich. Sie beginnt am 15. Mai im Ostpazifik und dauert bis zum 30. November. Als Hurrikan werden übrigens nur tropische Wirbelstürme im Pazifik und im Atlantik bezeichnet. Die Namensvergabe für den Pazifik ist komplexer, als für den Atlantik. Dort gibt es verschiedene Listen für die einzelnen Regionen wie den westlichen Pazifik, Australien oder den Indischen Ozean.

Autor: E. Gieseler (20.12.2015)

Bilder: Pixabay

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