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Schmetterlinge

Schmetterlinge – wissenschaftlich Lepidoptera genannt – zählen zu den faszinierendsten Insekten. Unter diesen umfassen nur die Käfer mehr Arten und ihr Farb- und Formreichtum regt Menschen schon seit Urzeiten zu poetischen Beschreibungen an.

Merkmale

Bei vielen Arten fallen vor allem ihre stark gemusterten und intensiv bunten Flügel auf. Durch ihre außergewöhnlich filigrane und flächige Struktur sowie die empfindliche Beschuppung sind sie besonders zerbrechlich. Doch auch die großen Augen und der oft lange Saugrüssel stellen besondere Merkmale dar. Während die größte Art, der Atlasspinner (Attacus atlas), eine Flügelspannweite von bis zu 30 Zentimetern aufweist, bringt es die allerkleinste nicht einmal auf 2 Millimeter.
Eine weitere Besonderheit stellen die Fühler der Schmetterlinge dar. Sie sind mit feinsten Härchen und unzähligen Sinneszellen ausgestattet, sodass sie sowohl riechen und schmecken als auch teilweise tasten und Temperaturunterschiede wahrnehmen können. Dies kann helfen, die richtigen Futterpflanzen für die Brut, eigene Nahrungsquellen sowie paarungsbereite Partner aufzuspüren. Dabei verfügen einige Arten über so empfindliche Fühler, dass ihnen bereits einige Moleküle eines Stoffes zu seiner Identifikation genügen.
Die unterschiedlichen Familien, Gattungen und Arten der Schmetterlinge weisen sehr verschiedene Arten der Nahrungsaufnahme auf: Einige saugen Blütennektar mit ihren Rüsseln, andere nutzen diese um Pflanzensäfte zu saugen oder brechen sogar Bienenwaben auf. Andere Arten verfügen über Mundwerkzeuge, mit denen sie feste Nahrung zu sich nehmen. Allerdings existieren zudem auch eine ganze Reihe Arten, die als ausgewachsener Schmetterling überhaupt keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Sie sterben, sobald sie ihre Eier abgelegt haben und verbringen den größten Teil ihres Lebens als Raupe.

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Tagfalter, Nachtfalter oder Motte?

Für die sehr große und heterogene Gruppe der Schmetterlinge gibt es viele Unterteilungen – wissenschaftliche, historische und umgangssprachliche – die unter Umständen für einige Verwirrung sorgen. Zu den verwendeten Begriffen zählen Tag- und Nachtfalter, Kleinschmetterlinge und Großschmetterlinge sowie Motten. So bezieht sich die Einteilung nach Größen eben nur auf diese, eine nähere Verwandtschaft liegt nicht vor. Die Einteilung in Tag- und Nachtfalter hängt namensgemäß mit deren hauptsächlicher Aktivitätszeit zusammen und spiegelt ebenfalls jeweils sehr viele Familien wider. Gleichzeitig werden sie jedoch auch nach Art der Haltung ihrer Flügel in Ruhe unterschieden: Tagfalter klappen ihre Flügel senkrecht über dem Körper zusammen, Nachtfalter hingegen falten sie dachförmig über dem Leib. Motten wiederum fassen sowohl sehr viele Kleinschmetterlinge, als auch sehr viele Nachtfalter zusammen. Unter ihnen findet sich die Familie „Echte Motten“, der viele bekannte Schädlinge angehören.
In den meisten Familien finden sich für menschliche Bedürfnisse nützliche Schmetterlinge, die beispielsweise der Bestäubung von Pflanzen dienen. Es finden sich jedoch auch Schädlinge, beispielsweise solche, deren Raupen Bäume oder Nutzpflanzen fressen und in großer Zahl auftreten. Umgekehrt sind jedoch auch enorm viele Schmetterlingsarten durch menschliche Aktivitäten gefährdet.

Autor: Kore (06.05.2017)

Bilder: Pixabay

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