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Wehrhafte Beuteltiere

Australien und seine Inseln sind für einige besondere Tiere bekannt - Kängurus zählen sicher zu den interessantesten unter ihnen. Ganze 65 Arten existierten bis vor Kurzem, vier davon sind nunmehr ausgestorben. Die größten von ihnen bringen ganze 90 Kilogramm auf die Waage, während die kleinsten gerade eines wiegen.

Lebensweise

Kängurus besiedeln nahezu alle Lebensräume ihres Verbreitungsgebiets: Wüsten und Halbwüsten ebenso wie tropische Regenwälder, Steppen und Gebirge. Die meisten von ihnen haben deutlich verlängerte Hinterbeine, die sich hervorragend für ihre hüpfende Fortbewegung eignen. Den Spitzenreiter dabei bildet das Rote Riesenkänguru (Macropus rufus), dem Sprünge von acht Metern Länge und drei Metern Höhe gelingen. Dabei erreicht es Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Bewegen sie sich dagegen langsamer fort, nutzen einige Arten ihren langen Schwanz als zusätzliche Stütze. Beim Springen hingegen dient er als Mittel zur Balance. Baumkängurus wiederum bewegen sich kletternd und verfügen über eine entsprechend angepasste Anatomie.

Kängurus sind ausgezeichnete Futterverwerter, die auch wenig energiereiche, pflanzliche Kost verdauen können. Dabei ernähren sie sich je nach Umgebung eher von Blättern oder Gras, zusätzlich können Früchte, Sämereien und Knospen ihren Speiseplan ergänzen. Als Anpassung an trockene Lebensräume ist der Stoffwechsel vieler Arten besonders wassersparend. Da die beiden größten Arten keinerlei natürliche Feinde haben und nicht zu den bedrohten Spezies gehören, dürfen sie gejagt werden. Pro Jahr werden etwa drei Millionen Kängurus zum Abschuss freigegeben, wobei ihr Fleisch überwiegend als Tierfutter dient. Ihr ausgesprochen stabiles Leder wird ebenfalls verarbeitet.

Insbesondere große Kängurus sind ausgesprochen wehrhaft. Ihre Körperkraft nutzen sie sowohl bei Kämpfen um Weibchen als auch bei der Verteidigung gegenüber Angreifern. Dabei setzen sie Tritte und Hiebe ein, die im Extremfall selbst für Menschen tödlich sein können. Es wurden jedoch auch Kängurus beobachtet, die ihre Angreifer in Gewässer lockten, um sie dort zu ertränken.

kangaroos baby

Besonderheiten bei der Fortpflanzung

Eine ganze Reihe spezieller Eigenschaften zeigt sich bei der Fortpflanzung der Kängurus. So sind die Weibchen in schlechten Zeiten imstande eine Schwangerschaft anzuhalten, ohne dass der Embryo Schaden nimmt – er kann sich später weiterentwickeln. Nach der Geburt krabbelt das winzige, kaum entwickelte Baby eigenständig in den Beutel und saugt sich dort an einer Zitze fest. Hier verbleibt es über mehrere Monate. Gleichzeitig entwickelt sich bereits ein neuer Embryo in einer der beiden Gebärmütter, der, falls etwas schief geht, den Platz des älteren einnehmen kann. Auf diese Art sind Känguruweibchen beinahe nahtlos schwanger. Des Weiteren verfügen sie über drei Vaginen.

Autor: Kore (14.04.2017)

Bilder: Pixabay

kangaroo

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