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Alexander Schecklein

Bedrohte Nomaden der Ozeane

Meeresschildkröten umfassen sechs beziehungsweise sieben Arten und damit alle im Meer lebenden Schildkröten. Die Familie ist bereits 200 Millionen Jahre alt, ihre Angehörigen verbringen ihr gesamtes Leben – mit Ausnahme der Eiablage – im Meer.

Körperliche Erscheinung

Der Körper der Meeresschildkröten hat sich auf vielfältige Weise an ihre besonderen Lebensbedingungen angepasst. Obschon sie ebenso wie Landreptilien Lungenatmer sind und regelmäßig auftauchen müssen, um Luft zu holen, sind sie auf lange Tauchgänge ausgerichtet. Um die langen Zeiten unter Wasser – bis zu 40 Minuten wach und bis zu 7 Stunden schlafend – zu überleben, können sie ihre Stoffwechselrate senken. Zudem ertragen sie unbeschadet hohe Konzentrationen Kohlenstoffdioxid im Blut. Dazu verfügen sie über Salzdrüsen, die aktiv Salz ausscheiden und so die Existenz im Meereswasser ermöglichen.

Ihr Körper ist, wie der ihrer landlebenden Verwandten, mit einem festen Panzer zum Schutz ausgestattet. Allerdings können sie ihren Kopf nicht unter diesen einziehen. Die Extremitäten sind zu breiten Paddeln umgeformt und sorgen so für eine geschickte und schnelle Fortbewegung unter Wasser. Auch der insgesamt stromlinienförmige Körper mit flachem Rücken macht Meeresschildkröten zu ausgezeichneten Schwimmern – je nach Art erreichen sie dabei 3 bis 40 Stundenkilometer. Die Haut zwischen den Panzerplatten ist dick und ledrig.

sea turtle

Lebensweise

Fast alle Meeresschildkröten leben in warmen tropischen oder subtropischen Gewässern. Sie ernähren sich sowohl von Pflanzen als auch von verschiedenen Kopffüßlern, Quallen und Krebsen. Bei ihren Wanderungen zwischen Eiablageplätzen und Futterplätzen orientieren sie sich an Meeresströmungen und dem natürlichen Magnetfeld der Erde. Nach der Paarung suchen die Reptilien denselben Strand auf, an dem sie selbst geschlüpft sind. Dort graben meist alle Weibchen gleichzeitig Gruben und legen dort ihre Eier ab. Wenn die Jungtiere geschlüpft sind, müssen sie ein Rennen gegen die Zeit bestehen: Hungrige Vögel erkennen sie als leichte Beute, sodass sie erst im offenen Wasser Sicherheit finden können. Um das Risiko zu minimieren, schlüpfen sie für gewöhnlich nachts.

Gefährdung

Verschiedene Aspekte bedrohen zurzeit alle Meeresschildkröten-Arten, sie sind vom Aussterben bedroht. Alle Faktoren sind dabei auf Aktivitäten der Menschen zurückzuführen:

    Schildkrötenleder, Schildpatt, Eier, Panzer und Fleisch sind extrem gefragte Handelswaren, sodass die Jagd auf sie ungeachtet aller Verbote und Strafen gnadenlos fortgesetzt wird. Zusätzlich sterben viele Tiere als Beifang.
    Die Jungtiere orientieren sich beim Schlüpfen auf ihrem Weg ins Meer am Mondlicht. Künstliche Lichtquellen in der Nähe der Eiablage können die Tiere verwirren und in den Tod führen.
    Plastikmüll und seine Fragmente werden versehentlich von Meeresschildkröten gefressen und führen zu Verdauungsstörungen, die in tausenden Fällen mit dem Tod enden.

Autor: Kore (31.03.2017)

Bilder: Pixabay

sea turtles babys

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