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Leuchtende Generalisten

Flamingos gehören zu den auffälligsten und bekanntesten Vögeln der Welt, was zum einen an ihrer weiten Verbreitung und zum anderen an ihrem auffälligen Gefieder liegt. Sie bilden eine eigene Ordnung unter den Vögeln, der sechs verschiedene Arten angehören.

Lebensweise

Flamingos sind weit verbreitet und kommen sowohl in Süd- und Mittelamerika als auch ganz West- sowie Nordostafrika und Teilen Asiens vor – in erster Linie in küstennahen Gebieten. Sie brüten in riesigen Kolonien, die manchmal mehr als eine Million Tiere zählen können, in Arealen, die gut geschützt vor Räubern sind. Durch Wanderungen und veränderte Klimabedingungen existieren auch in Süd- und Mitteleuropa kleine Brutkolonien, eine davon sogar in Deutschland. Um Nahrung zu finden, legen sie oft weite Flüge in futterreiche Gebiete zurück und erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern.

Flamingos fressen in erster Linie Plankton und andere Kleintiere sowie Algen. Gelegentlich werden je nach Art auch größere Tiere wie Krebse, Muscheln und Fische aufgenommen. Letztere treten jedoch gleichzeitig als Konkurrenten auf, da sie teilweise dieselbe Nahrung verzehren, sodass Flamingos häufiger an fischarmen Standorten anzutreffen sind. Bei der Futteraufnahme setzen die geschickten Tiere lamellenförmige Strukturen im Schnabel als Filter ein. Dabei bewegen sie gleichzeitig den Kopf hin und her sowie die Zunge vor und zurück, sodass ein stetiger Wasserstrom entsteht – diese Bewegungen können in enorm hoher Geschwindigkeit mehrere Male pro Sekunde ausgeführt werden. Weitere Elemente der Schnabelstruktur sind kleine, nach hinten gerichtete Stacheln im Rachenraum, die die aufgenommenen Bestandteile abwärts weitertransportieren. Je nach Art und Gewässer werden verschiedene Techniken der Nahrungssuche in Gruppen eingesetzt.

Besonderheiten

Wie einige andere Vögel auch führen Flamingos pro Fortpflanzungszyklus eine monogame Partnerschaft. Wenn sie um Weibchen balzen, zeigen sie ein beeindruckendes und sehr athletisches Imponierverhalten, das unterschiedliche Gesten und Bewegungsabfolgen aufweist. Diese werden jedoch auch außerhalb der Balzzeiten gezeigt. Obwohl sie häufig in korallenroter Farbe gezeigt werden, können sie jede Schattierung zwischen weiß und feuerrot annehmen. Dieses Farbenspiel ist über ihre Ernährung zu erklären: Flamingos sind nicht imstande die roten Pigmente selbst zu bilden, sondern nehmen Carotinoide mit ihrem Futter auf und lagern sie ein. Diese stammen vor allem von ebenso gefärbten Algen.

Eine Besonderheit ist die große Toleranz der Vögel gegen ungewöhnliche Wasserbedingungen. Sie sind imstande sowohl sehr alkalisches als auch salziges, chlorid-, fluorid- und schwefelreiches Wasser zu trinken, das von anderen Tieren nicht vertragen wird. Sehr kaltes oder bis über 60°C heißes Wasser stellt für sie ebenfalls kein Problem dar.

Autor: Kore (06.03.2017)

Bilder: Pixabay

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