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Kluge Kolosse der Meere

Zu den Walen (Cetacea) gehören die größten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben. Trotzdem handelt es sich um empfindliche Lebewesen, denen die Veränderung der Weltmeere zusetzt.

Vielfalt der Arten

Die wichtigste Unterscheidung zwischen Walen ist die in Bartenwale (Mysticeti) und Zahnwale (Odontoceti). Bartenwale verfügen über feine Filamente, die Barten, mit denen sie das Meerwasser nach Krill und anderen Kleinstlebewesen filtern. Der größte von ihnen ist der Blauwal (Balaenoptera musculus), der bis zu 33 Meter misst und 200 Tonnen wiegen kann. Zahnwale wiederum betätigen sich als Jäger, zu ihnen gehören auch alle Delfine. Bei ihren Jagdzügen können sie Tiefen von bis zu 3000 Metern erreichen. Der größte und bekannteste unter ihnen ist der Pottwal (Physeter catodon), der als Gegenspieler von Kapitän Ahab in Moby-Dick Berühmtheit erlangte. Der kleinste unter ihnen ist der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), der nur 50 Kilogramm auf die Waage bringt und zu den am meisten gefährdeten Arten der Welt gehört.

Typisch für Wale ist der „Blas“, ein hoher Strahl aus Luft und Wasser, den die Tiere beim Auftauchen an die Oberfläche pusten. Er entsteht, weil Wale Säugetiere sind, daher Lungen anstatt Kiemen besitzen, und regelmäßig atmen müssen. So kommt es auch, dass Wale nur mit einer Gehirnhälfte und für kurze Zeit schlafen, um nicht zu ertrinken. Dabei schweben sie senkrecht im Wasser. Ein weiteres, beeindruckendes Zeichen für die Anwesenheit von Walen, ist das Aufschlagen der Fluke, der ausgedehnten Schwanzflosse, das weithin sichtbar sein kann.

Wal 1

Fatale Orientierungslosigkeit

Immer wieder stranden einzelne Wale, aber auch große Herden aus mehreren hundert Individuen an verschiedenen Küsten, insgesamt etwas 2000 Tiere jährlich. Da sich Wale - mit Ausnahme der Schwertwale – an Land nicht bewegen können, müssen sie geborgen und zurück ins Wasser gebracht werden oder verenden. Eine große Herausforderung ist hierbei das Feuchthalten der Tiere über einen längeren Zeitraum. Zudem können sie vom eigenen Körpergewicht erdrückt werden. Des Weiteren muss verhindert werden, dass sich bereits im Wasser befindende Tiere erneut stranden – sie hören die Rufe der Tiere, die noch an Land liegen und versuchen oft zu ihnen zu gelangen.

Über die Ursachen der vermehrten Strandungen gibt es verschiedene Theorien. Die meisten Vermutungen gelten Lärm, Toxinen oder verändertem Verhalten der Beutetiere, denen die Wale folgen. Auch Sonnenaktivitäten und davon bedingte Magnetfeldänderungen sowie Winde stehen im Zusammenhang mit der Zahl der Walstrandungen. Als am wahrscheinlichsten gilt bislang, dass mehrere Ursachen in Kombination zum massenhaften Stranden der Tiere führen.

Autor: Kore (17.02.2017)

Bilder: Pixabay

Wale

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