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Intelligente Schlangenjäger

Mangusten (Herpestidae), auch „Mungos“ genannt, zählen zu den Katzenartigen, auch wenn man das aufgrund ihres Körperbaus nicht sofort vermuten würde. Besonders bekannt sind die possierlichen Erdmännchen, die sowohl in zoologischen Gärten als auch in der freien Wildbahn zum Beobachten faszinierender Verhaltensweisen einladen.

Aussehen & Lebensweise

Mangusten leben räuberisch und verfügen demzufolge über ein scharfes Gebiss. Ihr Körper ist flach und länglich, dabei extrem wendig, was ihnen Vorteile bei der Jagd und der Flucht vor größeren Räubern verschafft. Sie sind maximal 5 Kilogramm schwer und haben ein braunes oder graues Fell, das je nach Art von Punkten oder Streifen durchzogen ist. Der buschige Schwanz ist unterschiedlich lang.
Manugsten kommen in sehr vielen Lebensräumen vor, hauptsächlich jedoch in Savannen oder offenen Buschlandschaften. Die meisten Mangusten sind Einzelgänger und nachtaktiv. Es existieren jedoch auch gruppenbildende Arten wie Erdmännchen und Zwergmangusten. Dabei herrscht häufig eine strenge Aufgabenteilung, die regelt, welche Tiere Nachwuchs bekommen und wie dieser aufgezogen wird. Erdmännchen sind zudem dafür bekannt, rund um ihre Bauten aufrecht stehende „Wachen“ zu platzieren, die nach möglichen Feinden Ausschau halten und die übrigen Tiere durch lautes Bellen warnen. Insgesamt verfügen sie über ein sehr vielfältiges Sozialverhalten. Ein weiteres Beispiel ist das komplexe Erlernen von Jagdstrategien: Zunächst wird heranwachsenden Erdmännchen ein toter Skorpion vorgelegt, dann ein lebender, dem zuvor der Giftstachel ausgerissen wurde und erst nach längerer Beobachtung auch unversehrte Tiere.

manguste

Schutz & Ausbreitung – ein zweischneidiges Schwert

Ursprünglich stammen wahrscheinlich alle Mangusten-Arten aus Ländern Subsahara-Afrikas und Südostasiens. Sie wurden allerdings weit über diesen Verbreitungsbereich hinaus in andere Länder eingeschleppt. Das hat in erster Linie mit ihrer Fähigkeit zur Schlangenbekämpfung zu tun, die sie regelrecht berühmt gemacht hat. Dabei schrecken die Tiere auch vor giftigen Schlangen wie Kobras nicht zurück. Sie wurden nicht selten abgerichtet in Wohnungen gebracht oder auf Plantagen ausgesetzt, da sie sowohl Schlangen als auch Ratten verzehren und man sich aufgrund dessen Schutz vor wirtschaftlichem Schaden erhoffte. Eingesetzt wurden vor allem der Indische Mungo (Herpestes edwardsii) und der Kleine Mungo (Herpestes javanicus), beide sind schnell genug, um einem Biss der Schlange zu entgehen – immun gegen das Gift sind sie jedoch nicht. Diese Praxis hatte allerdings oft gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem, denn neben Ratten und Schlangen jagten die Mungos auch allerhand seltene und gefährdete Tiere, deren Bestand dadurch erheblich in Gefahr geriet. Zudem schleppten sie die Tollwut in Regionen ein, in denen diese zuvor nicht verbreitet war.
Umgekehrt werden Mangusten auch selbst in vielen Ländern verspeist, insbesondere in einigen afrikanischen Staaten. Gefährdet sind allerdings nur wenige Arten, häufig durch Verkleinerung und Veränderung ihrer Lebensräume.

Autor: Kore (04.02.2017)

Bilder: Pixabay

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