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Alexander Schecklein

Farbenfrohe Unterwasserpracht

Jeder kennt sie: Flache, fast pflanzlich wirkende Lebewesen, die dekorativ an Wänden und Steinen kleben – Seesterne. Sie gehören zu den Stachelhäutern und tragen fachlich den schönen Namen „Asteroidea“.

Sie kommen in allen Meeren der Welt vor, von flachen Küstengebieten bis hinab in die Tiefseegräben.

Aussehen & Körperbau

Seesterne weisen ein außergewöhnlich großes Farben- und Formenspektrum auf. Egal ob blau, rot, gelb, weiß oder gefleckt, es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Neben den flachen kommen auch gewölbte und beinahe kugelförmige Arten vor. Zumeist verfügen sie über fünf Arme, es gibt jedoch auch Exemplare mit deutlich höheren Zahlen, sogar solche mit 50 Stück wurden bereits gesichtet. Ähnlich verhält es sich mit der Größe, die zwischen einem Zentimeter und einem Meter variiert. Ihre Haut ist von Kalkplättchen bedeckt, die ein Skelett bilden, allerdings sind sie nicht fix miteinander verbunden, sodass die Tiere trotzdem beweglich bleiben.
Seesterne sind mit Ausnahme einiger Lichtsinneszellen blind, können jedoch Helligkeitsunterschiede wahrnehmen. Auf der Körperunterseite befinden sich unzählige kleine, elastische Füßchen, die den Tieren große Gewandtheit verleihen. Dazu werden sie stellenweise gleichzeitig abgehoben, gestreckt, wieder aufgesetzt und zusammengezogen – der übrige Körper wird dadurch hinterherbewegt. Je nach Art pflanzen sie sich sowohl geschlechtlich als auch durch Teilung fort, zudem gibt es sowohl verschiedene Geschlechter als auch Zwitter. Seesterne entwickeln sich über verschiedene Larvenstadien, wobei auch einige Arten existieren, die erst in späteren Entwicklungsstadien aus dem Muttertier schlüpfen.

sonne seestern

Fünfarmiger Räuber

Die meisten Seestern-Spezies sind Jäger, einige ernähren sich auch durch Filtration. Doch was jagt ein Tier, das sich so langsam bewegt? Lebwesen, die noch langsamer sind! Beispielsweise Weichtiere wie Schnecken und Muscheln, außerdem Anemonen, Schwämme oder Seescheiden. Einige Arten verfügen jedoch auch über lange Greiforgane, die sie nutzen, um Fische oder Krebse zu erbeuten. Manche Seesterne können ihre Nahrung extern vorverdauen, indem sie den Magen ausstülpen und ihn nach dem Verdauungsprozess samt der Nahrung wieder einziehen. Andere verdauen ihre Nahrung intern. Um massive Tiere wie Muscheln zu knacken, können sie teilweise enorme Kräfte über ihre Füße entwickeln, um diese auseinanderzubiegen.
In vielen Abschnitten der Ozeane stellen Seesterne wichtige Elemente der Nahrungskette dar. Das kann jedoch auch negative Auswirkungen haben. So erlangten Dornenkronenseesterne (Acanthaster planci) traurige Berühmtheit, da sie Steinkorallen abweiden. Sind diese durch andere Schadfaktoren wie Stürme, Schadstoffe oder Klimaerwärmung vorgeschädigt, fallen sie ihnen oft in Massen zum Opfer. Dabei können die Seesterne in Korallenriffen erhebliche Schäden anrichten – so groß, dass man nun versucht, ihnen mit Raubschnecken und sogar Tauchrobotern beizukommen.

Autor: Kore (23.01.2017)

Bilder: Pixabay

seestern klein