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Alexander Schecklein

Bedrohte Nützlinge

Im Frühjahr und Sommer sind fleißig summende Bienen ein selbstverständlicher Anblick. Die kleinen Insekten sind nicht nur wichtig für die Natur, sondern auch unverzichtbar in der Landwirtschaft.

Denn nur dank ihnen werden viele Pflanzen bestäubt, deren Früchte wir essen. Doch es gibt auch viele Gefahren, die die Bienenbestände weltweit bedrohen.

Bienen in der Landwirtschaft

Zu den Bienen gehören viele verschiedene Arten, die für den Menschen wichtigste ist jedoch die Westliche Honigbiene (Apis mellifera). Diese stammt ursprünglich aus Afrika und hat sich von dort aus über die ganze Welt verbreitet. Sie dient als Honigproduzent und Bestäuber für viele wichtige Nutzpflanzen. Durch ihre Lebensart in großen Stämmen kann sie diese besonders effizient und in großer Zahl anfliegen. Aus diesem Grund werden Bienenkörbe als künstliche Heimat in der Nähe von Plantagen platziert. So können beispielsweise Obstbäume oder Gemüsekulturen wie Tomaten sehr effektiv bestäubt werden. Nicht zuletzt beziffern Forscher den theoretischen Gegenwert der Bestäubungsleistung weltweit auf mindestens 153 Milliarden Euro.


Doch neben der wirtschaftlichen Bedeutung erregen auch viele andere Fakten rund um die kleinen Tiere die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern. Besonders die „Bienentanz“ genannten Bewegungsmuster, die sie nutzen, um untereinander Informationen auszutauschen, faszinieren viele Menschen. Dabei werden verschiedene Tanzmuster genutzt, um Hinweise auf bestimmte Futterquellen, Orientierungshilfen oder Verhaltensanregungen untereinander weiterzugeben.

 

Biene holz

Gefährdung

Trotz – oder gerade wegen – ihrer großen Bedeutung in der weltweiten Agrarwirtschaft sind viele Bienenarten stark gefährdet. So kam es im vergangenen Jahrzehnt gehäuft zu Massensterbeereignissen (als CCD nach dem englischen „Colony Collapse Disorder“ bezeichnet), bei denen teilweise mehr als 10.000 Völker gleichzeitig betroffen waren. Die Ursachen sind vielfältig und noch nicht vollständig erforscht. Aktuell wird davon ausgegangen, dass mehrere Faktoren gleichzeitig negative Auswirkungen auf die Bienen haben. Unter anderem schwächen schlechte Ernährungsbedingungen das Immunsystem der Bienen. Diese kommen durch einen Proteinmangel zustande, da die geernteten Pollen weniger Protein enthalten, je mehr CO2 sich in der Atmosphäre befindet. Auch Vergiftungen durch Pestizide und Insektizide wirken sich schädlich auf die Abwehrkräfte der Bienen aus, in einigen Fällen bereits für sich genommen mit tödlichem Ausgang. Diese Umstände machen die Tiere empfindlicher gegen verschiedene Krankheitserreger wie Pilze, Viren und Bakterien. Auch genetische Defekte setzen einigen Stämmen zu.


Eine besondere Rolle spielt zudem die Varroamilbe, die als Parasit auf Honigbienen lebt. Sie schädigt die Bienen derart, dass sie schwächer und damit wesentlich anfälliger gegen andere Infektionen sind. Da die Milbe weltweit verbreitet ist und bisherige Bekämpfungsmethoden chemischer Natur wenig Erfolg zeigen, stellt sie eine ernsthafte Gefahr dar. Allerdings gibt es viele Bienenarten, die eine höhere Resistenz gegen den Parasiten aufweisen, weshalb die Züchtung neuer, widerstandsfähiger Völker als aussichtsreichster Weg gilt.

Autor: Kore (10.01.2017)

Bilder: Pixabay

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