Tiere und Pflanzen beim NABU

Neben dem Artenschutz sind traditionell Vögel beim NABU sehr wichtig, schließlich ging der heutige Naturschutzbund Deutschland aus dem „Bund für Vogelschutz“ hervor.

Wichtig ist dem Verband hier vor allem der Schutz bedrohter Lebensräume. Seltene Vögel wie Kraniche oder Störche haben immer mehr mit dem Verlust von Lebensräumen zu kämpfen. Der NABU klärt über dieses Thema auf und arbeitet auch direkt vor Ort, um Lebensräume zu erhalten.

Vogelschutz traditionell im Blick
Viele Menschen in Deutschland kennen sicher die Wahl zum „Vogel des Jahres“, die seit 1971 durchgeführt wird. Hier werden in der Regel eher unbekannte Vogelarten ausgezeichnet, um öffentlichkeitswirksam auf den Vogelschutz aufmerksam zu machen. Der aktuelle „Vogel des Jahres“ ist übrigens der Stieglitz.

Und die Tiere sollen nicht nur geschützt werden, man kann auch gemeinsam mit dem NABU die Schönheit der Tierwelt genießen. Das geht zum Beispiel beim Birdwatch, wo man in der Gruppe Zugvögel beobachtet. Der Höhepunkt des Jahres ist der EuroBirdwatch, den der NABU gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern veranstaltet. Meist finden am ersten Oktoberwochenende viele fachkundig geführte Ausflüge für Naturfreunde statt. Hier arbeitet der NABU auch mit den Partnern im Netzwerk BirdLife International zusammen. In diesem Jahr finden die Aktionen schon zum 23. Mal statt.

Internationaler Artenschutz
Beim Artenschutz arbeitet der NABU auch länderübergreifend. Oft geht es hier darum gesetzliche Regelungen, durchzusetzen oder internationale Verträge zu vereinbaren. Auch das Management von Schutzgebieten fällt in diesen Arbeitsbereich. Die Themen sind sehr vielfältig. Beispielsweise geht es um den Handel mit Wildtieren im Ausland.

Wildtiere sind überall auf der Welt gefährdet. Für 2016 wurde das NABU-Jahr des Schneeleoparden ausgerufen. Die Großkatzen gehören zu den am stärksten bedrohten Tieren der Welt. Allerdings kennen viele Menschen dieses faszinierende Tier kaum und wissen damit auch nicht um die Bedrohung der Tiere. Mit verschiedenen Aktionen macht der NABU in diesem Jahr auf den Schneeleoparden und seine Notsituation aufmerksam. Das Jagen der Tiere ist zwar längst verboten, dennoch haben es immer noch Jäger auf das schöne Fell der Tiere abgesehen. In Zentralasien leben nur noch wenige Tausend dieser beeindruckenden Gebirgskatzen in freier Wildbahn.

Mit Vorträgen und Workshops wird Aufklärungsarbeit vor Ort geleistet, das Management von Schutzgebieten und Weiden wird verbessert und die Anti-Wilderer-Einheit „Gruppa Bars“ verfolgt Wilderer. Zudem wird mit der Monitoring-Arbeit ein Beitrag zur Erforschung des Schneeleoparden geleistet.

Aber auch um den aktiven Schutz von einheimischen Reptilien kümmert sich der NABU. So sind beispielsweise Reptilien auch hierzulande Opfer von Händlern. Geckos oder Schlangen werden importiert, um hier in Terrariums gehalten zu werden. Viele dieser Reptilien sind ebenfalls vom Aussterben bedroht.

Autor: E. Gieseler (04.01.2017)

Bilder: NABU

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