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Alexander Schecklein

Empfindliche Vielfalt

Wer an Amphibien denkt, hat meistens den hübsch anzusehenden Frosch im Gartenteich vor Augen, der die Sommernächte beschallt. Doch das Artenspektrum dieser Lebewesen ist viel größer und bringt einige Besonderheiten mit sich.

Was für Amphibien gibt es und wo sind sie verbreitet?

Tatsächlich bilden Kröten, Unken und Frösche die mit Abstand größte Ordnung unter den Amphibien, daneben finden sich jedoch auch Molche, Salamander und so genannte Blindwühlen. Darunter gibt es sowohl land- als auch wasserlebende Arten. Gemeinsam ist ihnen – mit wenigen Ausnahmen – dass sie mindestens zur Fortpflanzung auf Wasser angewiesen sind. Denn ihre Eier und die daraus schlüpfenden Larven können sich nur dort zum erwachsenen Tier entwickeln. Dabei durchlaufen sie eine komplizierte Metamorphose mit einem Zwischenstadium als Larven. Bekannt ist das in unseren Breiten vor allem durch die Kaulquappen, die im Frühsommer in vielen Gewässern zu sehen sind.
Amphibien bewohnen Lebensräume auf der ganzen Welt, abgesehen von salzigen Gewässern und zu kalten Gebieten, wie der Antarktis. In besonders trockenen Habitaten sind jedoch nur sehr wenige, perfekt angepasste Spezialisten zu finden. Die meisten Amphibienarten finden sich in den tropischen Regionen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Sie weisen nicht nur ein beeindruckendes Farb- und Form-, sondern auch Größenspektrum auf. Als größte noch lebende Amphibie der Welt gilt der Riesensalamander, der in Japan und China beheimatet ist und bis zu anderthalb Meter lang werden kann. Die kleinste Amphibie dagegen ist mit nur 13 Millimetern so winzig, dass sie auf dem Nagel des kleinen Fingers Platz hat.

 

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Salamander

Welche Besonderheiten zeichnen Amphibien aus?

Amphibien verfügen über eine besonders dünne und nur wenig verhornte Haut – schon deshalb sind sie auf eine feuchte Umgebung angewiesen. Jene ist mit verschiedenen Drüsen ausgestattet, die beispielsweise Schleim oder Gift absondern und so vor Infektionen und Räubern schützen können. Zudem dient sie der Hautatmung und der Aufnahme von Wasser, weshalb die Tiere nicht trinken. Die Kehrseite besteht jedoch in der hohen Empfindlichkeit, denn aufgrund der guten Durchlässigkeit reagieren Amphibien auch besonders sensibel auf Verschmutzungen ihrer Lebensräume. Gifte wie Insektizide oder Industrieabfälle dringen nahezu ungefiltert durch die Haut und können zu schwersten Schäden führen.
Durch ihre wechselwarme Lebensweise entspricht die Körpertemperatur der Amphibien ihrer Umgebung, was ihre Verbreitung nach Norden einschränkt. Dafür haben sie jedoch Strategien entwickelt, die sie befähigen, sehr spezielle Lebensräume für sich einzunehmen. So gibt es in den tropischen Regenwäldern Spezies, die in ihrer gesamten Daseinsspanne niemals den Boden berühren. Einige kleine Froscharten beispielsweise legen ihre Eier in die wassergefüllten Kelche von auf Bäumen festgewachsenen Bromelien. In diesen entwickeln sich die Kaulquappen zu erwachsenen Tieren, die ihre Beute auf deren Blättern suchen und erneut Eier in den Kelchen ablegen.

Autor: Kore (25.11.2016)

Bilder: Pixabay

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Laubfrosch