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Alexander Schecklein

Geisterstrudel und Müllberge.

Als der Ursprung jeglichen Lebens auf unserem Planten gelten die Ozeane.

Ohne Wasser kein Leben, ohne die Meere keine Erde, allerdings kranken die Ozeane extrem und so schön gedreht die unterschiedlichen Kinofilme auch sind, sollte eine Tatsache nicht übersehen werden:

Die Weltmeere sind dank der Menschheit mittlerweile tickende Ökobomben. Realitäten, die natürlich nicht auf die Kinoleinwand gelangen, denn wer möchte schon dem Elend direkt in das Auge sehen, was sich unter den tosenden Wellen so alles befindet und wie all der Müll samt den herumtreibenden Geisternetzen langsam, aber sicher die Zukunft der Meere und folglich der weiteren Natur sowie der Menschheit an einem wässrigen Faden hängen lässt.


Meeresbiologen und Umweltschützer aus aller Welt verfolgen die Entwicklung in den gigantischen Gewässern mit bangem Auge, denn schon seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Jahrhunderten, greift der Mensch demonstrativ blind in das wichtige Ökosystem unseres Planeten ein. Ölunfälle reihen sich mit der Einleitung von Chemikalien zu einer Überfischung ein, und weil das dem Menschen noch nicht genug ist auf der Suche nach Profit, Spareffekten und Ignoranz, wird seit ewigen Zeiten der Konsummüll in den Tiefen der Meere entsorgt. Babyschnuller schwimmen unter anderem neben Tupperdosen, Plastiktellern, Kunststofflöffeln sowie PET-Flaschen jeglicher Größe, und lassen aus den einzelnen Plastikmüllgegenständen regelrecht schwimmende Müllflächen entstehen, die es hinsichtlich der Größe leicht mit der Fläche von Deutschland oder auch Zentraleuropas aufnehmen können.

100 Millionen Tonnen Müll aus Menschenhand.

In einigen Regionen erweisen sich diese Müllflächen mit einem geschätzten Volumen von 100 Millionen Tonnen angesammelten Kunststoffmülls, der fast magnetisch in einer Art Strudel weiteren Plastikmüll anzieht und auf seine gespenstische Reise mitnimmt. Besonders unter den Wissenschaftlern bekannt und schon fast berüchtigt, ist die schwimmende Müllhalde im Nordpazifik, genauer gesagt in der Great Pacific Garbage Patch. Erschreckend ist neben der Größe, dass dieser Müllstrudel tendenziell ansteigt und auch noch lange kein Ende dieser Ökobombe abzusehen ist. Diese Bombe belastet an sich bereits das fragile Umweltsystem, allerdings erweist sich außer dem Abfall zusätzlich das Treiben von Geisternetzen als äußerst fatal für die Tier- und Pflanzenwelt.

Unabsichtlich oder gar absichtlich wurden die Fischernetze „vergessen“ und treiben nun ihr Unwesen im Meer. In diesen verfangen sich immer mehr Fische und andere Meeresbewohner, was dazu führt, dass mit dem Laufe der Zeit die Netze mitsamt ihrer Beute auf den Meeresboden sinken, die Tiere sich dort durch den Tod zersetzen und die Netze wieder nach oben treibend ein neues verheerendes Todesspiel beginnen. In der Kombination mit dem Müll und toxinen Stoffen aus Chemikalien oder Ölen und den frei gesetzten Substanzen der vergammelnden Kunststoffleichen, entsteht eine zunehmende dicke Schicht, die den natürlichen Stoffaustausch zwischen Organismen im Sediment und dem Wasser unterbindet. Ein schleichend giftiges Schwert des Damokles schwingt somit über den Weltmeeren, unbeachtet von den meisten Menschen, da derartige herrschende katastrophale Zustände nicht in Kinofilmen zum Besten gegeben werden.

Nach Angaben der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), die Weltnaturschutzunion, sterben jährlich durch den Zivilisationsmüll über 100.000 Meeressäugetiere sowie rund eine Million Seevögel. Letztere wurden bereits mit einem Mageninhalt von über 1.600 Plastikteilchen gefunden, was offensichtlich werden lässt, dass die Tiere eine tödliche Nahrungsquelle ihr Eigen nennen müssen. Mag manch einer nun denken, dass es sich ja „nur“ um Tiere handelt und der Mensch nicht unter dem Meeresmüll zu leiden hat, wird seine Meinung rasch revidieren müssen. Jeglicher Müll, und im besonderen Kunststoffabfall, setzt mit der Zeit Umweltgifte frei. Hierunter fallen beispielsweise Styrolmonomere, POPs sowie Bisphenol A, das wiederum seit Längerem unter dem Verdacht steht krebserregend zu sein und laut den Medien gerade aktuell auch in Getränkedosen gefunden wurde. Eine globale Kontamination findet Tag für Tag in den Ozeanen statt, denn all die Umweltgifte gelangen in jeden einzelnen Meeresbewohner und werden dahingehend verdächtigt sowohl das Erbgut der Tiere zu verändern als auch als eine tickende Hormon- und Toxinbombe in die folgende Nahrungskette zu gelangen. Und an deren Ende steht der Mensch.

Bild:By Vberger (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Autor: viore

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