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Zerstörung von Korallenriffen durch Sonnencreme

Es mag erstaunlich klingen, aber die Sonnencreme auf unserer Haut zerstört Korallenriffe. Der Sonnenschutz, den Schnorchler, Schwimmer und die Kinder am Strand ins Wasser bringen, schäumt dort auf und tötet so Korallenriffe auf der ganzen Welt. Der Schutz von Korallenriffen allerdings enorm wichtig, denn dort laichen nicht nur Fische, sondern die Riffe schützen auch die Küste vor einer Sturmflut.

Laut einer neuen Studie kann schon ein einziger Tropfen ausreichen und die Chemikalien in der Sonnencreme richten großen Schaden im Wasser an. Die Studie wurde auf den US-Jungferninseln und Hawaii durchgeführt. An beliebten Stränden, die Tag für Tag von unzähligen Touristen besucht werden, ziehen die Schwimmer im Wasser einen langen Ölfilm hinter sich her, der das Meer stark verschmutzen kann.

Die Forscher stellten fest, dass schon eine winzige Menge Sonnencreme – ein Tropfen Wasser in einem halben Dutzend Olympia-Schwimmbecken - die Korallen empfindlich schädigt. Zudem fanden sie heraus, dass der Inhaltsstoff Oxybenzon die Korallen auf drei verschiedene Arten schädigt. Dieser Stoff bricht die Korallen, beraubt sie lebenswichtiger Nährstoffe und verfärbt sie fast gespenstisch weiß.

Oxybenzone stecken in über 3.500 Sonnenschutzmitteln und auch in den Marken bekannter Hersteller wie L'Oréal Paris. Die nachteiligen Auswirkungen auf Korallen beginnen schon bei sehr niedrigen Konzentrationen. Aber es gibt alternative Sonnencremes, die gänzlich auf Oxybenzone verzichten.

Doch nicht nur Strandbesucher schädigen die Korallenriffe. Wer sich vor dem joggen oder zum Sonnen im Park mit Sonnenschutz eincremt und später zuhause duscht, wäscht die gefährlichen Inhaltsstoffe ab. Auf diesem Weg gelangt Oxybenzon ebenfalls ins Wasser.

 

Korallenriffen

Bild: Great Barrier Reef, Australien

 

Zudem haben US-Städte wie Ocean City oder Fort Lauderdale in Florida Kanalisationen gebaut, die verschmutzte Abwässer weitab von den öffentlichen Stränden ins Meer befördern. So gelangt ein Cocktail von Chemikalien ins Meer. Dazu kommt, dass bei starkem Regen Millionen Tonnen Abfall mit dem Regenwasser in Flüsse und Bäche gelangt. Sonnencreme und Medikamente wie die Antibabypille enthalten Chemikalien, die den Weg, wie Organismen wachsen, verändern. Die Folge ist unter anderem, dass die Männchen einiger Fischarten weibliche Organe ausbilden.

Die Studie wurde zwar nur auf zwei Inseln durchgeführt, doch jedes Jahr gelangen weltweit bis zu 14.000 Tonnen Sonnencreme in Korallenriffe. Viele Cremes davon enthalten zwischen ein und zehn Prozent der gefährlichen Oxybenzone, sagen die Wissenschaftler. Sie schätzen zudem, dass mindestens zehn Prozent aller Korallenriffe besonders gefährdet sind. Diese liegen vor allem in Gegenden, die bei Touristen sehr beliebt sind.

Schon kurz vor dieser Studie sagte die National Oceanic and Atmospheric Administration in den USA, dass die Welt in der Mitte einer dritten großen Korallenbleiche ist. Die Institution warnte davor, dass die Verschmutzung der Meere mit Chemikalien Auswirkungen auf die Gesundheit der Korallen hat. Dies führt dazu, dass die Korallen sich dem Bleichen nicht mehr widersetzen können oder sich nicht mehr von den Folgen erholen.

Der Einsatz von Produkten mit Oxybenzonen auf Inseln und Gebieten mit Korallenriffen sollte daher ernsthaft abgewogen werden. Schon heute sind laut den Forschern 80 Prozent der Korallenriffe in der Karibik zerstört. Jede kleinste Bemühung, die Belastung durch Oxybenzone zu reduzieren, kann bedeuten, dass sich ein Korallenriff wieder erholt.

Autor: E. Gieseler (27.07.2016)

Bilder: Pixabay

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