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Alexander Schecklein

Wie funktioniert es in Deutschland

Allein in Deutschland ist jede dritte Art bedroht. Das Aussterben betrifft Tiere, Pflanzen und auch Pilze. Besonders Reptilien und bestimmte Fliegenarten sind akut vom Aussterben bedroht.

Bei Insekten gelten 45 Prozent als bestandsgefährdet, extrem selten oder sind sogar schon ausgestorben. Und alarmierend ist auch, dass 34 Prozent der Brutvogelarten in den letzten zwölf Jahren in ihrem Bestand stark abgenommen haben.

 

Wenn eine Art einmal ausgestorben ist, ist sie für immer verschwunden. Manche Tier- und Pflanzenarten kommen zudem nur in Deutschland vor. Damit tragen wir besondere Verantwortung für deren Erhalt. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserbau, Fischerei und Baumaßnahmen sind nur einige der Gründe für das Artensterben. Die Ursache liegt also beim Menschen. Damit kann der Mensch aber auch etwas gegen das Artensterben tun und bedrohte Tiere und Pflanzen schützen.

Allerdings geht es nicht nur um nachhaltige Fischerei oder den Erhalt von Wäldern. Jeder einzelne von uns kann seinen Betrag zum Artenschutz leisten. Eine wichtige Voraussetzung ist, den natürlichen Lebensraum der Tiere und Pflanzen zu erhalten. Wiesen, Wälder und Gewässer müssen geschützt werden. Das man keinen Müll im Wald abladen sollte oder Abwässer in einen Fluss ableiten sollte, ist sicher allgemein bekannt. Doch wer einen Garten und einen Balkon hat, kann aktiv einiges für die heimischen Tierarten tun.

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Ein erster Schritt ist es, den Garten ruhig ein wenig unordentlich zu gestalten und an einigen Stellen auch mal sich selbst zu überlassen. Der Rasen kann beispielsweise ruhig etwas seltener gemäht werden. Auch einige Zweige und Äste in einer Ecke des Gartens helfen Tieren. Hier finden Igel und Eidechsen Platz. Steine können Tiere und Pflanzen ebenfalls gut tun oder einen Unterschlupf bieten. Nicht zuletzt ist ein selbstgebautes Vogelhaus für Meisen oder Stare nicht nur eine schöne Dekoration im Garten, sondern gibt den Vögeln ein neues Zuhause.

Wer im Garten oder auf dem Balkon Blumen, Gemüse oder Kräuter angepflanzt hat, sollte darauf achten, über das ganze Jahr verteilt möglichst viele verschiedene Sorten zu setzen. Wenn in den Blumenkästen eine breite Mischung von Sonnenblumen über Salbei bis zu Zwiebeln wächst, finden Insekten hier das ganze Jahr über Nahrung. Vielfalt im Garten hilft also beim Erhalt der Artenvielfalt. Außerdem sollte man auf Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten. Diese vernichten nicht nur die unerwünschten Schädlinge, sondern ziehen auch andere Tiere und Pflanzen in Mitleidenschaft.

Seit einigen Jahren gibt es übrigens auch gesetzliche Regelungen zum Fällen von Bäumen, die vor allem Vögel schützen sollen. Vom 1. März bis zum 30. September dürfen keine Bäume mehr gefällt werden. Ausnahmen gibt es allerdings für wirtschaftliche genutzte Flächen im Wald und im Gartenbau sowie für Hobbygärtner. Aber auch Privatleute dürfen keine Bäume fällen, in denen gerade Vögel brüten. Hecken dürfen zwar das ganze Jahr über hin und wieder gestutzt werden, aber während der Brutsaison darf man keine Hecke roden.

Autor: E. Gieseler (30.06.2016)

Bilder: Pixabay