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Alexander Schecklein

Schwergewichtige Nachbarn

Kanada ist berühmt für seine Weite, die endlosen, ursprünglichen Wälder und vielen Seen. All das macht es zur perfekten Heimat für die größten Landraubtiere der Erde: Bären.



Welche Bären leben hier?

Im nord-östlichen Teil Kanadas leben Eisbären (Ursus maritimus), deren Verbreitungsgebiet sich rund um den Nordpol erstreckt. Sie jagen vor allem auf dem Treibeis und halten sich immer in der Nähe des Meeres auf. Nur die Populationen der südlichen Hudson Bay müssen sich im Sommer mangels Eis ins Landesinnere zurückziehen. Die großen, weißen Bären wiegen bis zu 800 Kilogramm. Die Farbe ihres Fells dient der Tarnung, es ist durch eine ölige Substanz wasserabweisend. Zudem verfügt es über hohle Haarspitzen, wodurch der Kälteschutz unterstützt wird. Diese verhelfen dem Bären außerdem gemeinsam mit seiner Speckschicht zu einem erhöhten Auftrieb beim Schwimmen. Seine Pfoten dienen dem ausgezeichneten Schwimmer dabei als Paddel - durch ihre dichte Behaarung sorgen sie außerdem für einen sicheren Tritt auf Eisflächen. Werden die großen Tiere von Blizzards überrascht, können sie sich vollkommen einschneien lassen. Im Gegensatz zu anderen Bären ernähren sie sich fast ausschließlich karnivor. Dabei erlegen sie hauptsächlich verschiedene Robbenarten.
Der zweitgrößte Bär Kanadas – und der drittgrößte der Welt – ist der Grizzlybär (Ursus arctos horribilis). Dieser ist eigentlich eine Unterart des Braunbären, sodass mittlerweile alle in Kanada ansässigen Braunbären als Grizzlybären bezeichnet werden. Er ist im gesamten Norden sowie im Westen Kanadas beheimatet, allerdings oft nur mit kleinen, weit verstreuten Populationen. Im Norden können Grizzlys ein Gewicht von fast 700 Kilogramm erreichen, im Süden dagegen sind es vereinzelt nur knapp 100 Kilogramm. Sie sind massig gebaut und verfügen über einen dichten, grau-braunen Pelz, der sie vor der Witterung schützt. Im Herbst fressen sie sich einen Vorrat für den Winter an, wobei sie sich sehr divers ernähren. Dabei jagen sie sowohl große Säugetiere wie Elche, Hirsche, Rentiere und Bisons als auch kleine Nagetiere. Zudem ergänzen sie ihre Ernährung durch Lachs sowie Insekten und deren Larven. Wichtig ist allerdings auch die pflanzliche Kost, die vor allem aus Beeren und Wurzeln, aber auch Knollen, Pilzen, Nüssen und Schösslingen besteht.

 

bears wildlife

 

Menschen und Bären

Grundsätzlich sind Bären scheue Tiere, die menschliche Kontakte meiden. Allerdings sind sie lernfähig und neugierig, sodass einzelne Tiere ihre Zurückhaltung gegenüber Menschen verlieren können, wenn sie beispielsweise gefüttert werden. Dasselbe gilt für Bärinnen, die den Eindruck gewinnen, ihre Jungen beschützen zu müssen. Eisbären greifen außerhalb der Städte gelegentlich von sich aus Menschen an, weshalb in gefährdeten Gebieten ein Gewehr mitgeführt werden muss. Braunbären dagegen reißen von Zeit zu Zeit domestizierte Tiere, weshalb es zu Konflikten mit Landwirten kommen kann.
Umgekehrt ist die Gefährdung der Bären durch die Menschen jedoch um ein Vielfaches größer. Dem Eisbären setzt besonders der Klimawandel zu, der zu einer Verringerung des lebensnotwendigen Packeises führt. Dazu wird er durch Bejagung und den Abbau fossiler Energien in seinen Revieren gefährdet. Der Bestand des Grizzlybären ist stabiler, allerdings ist er in Gebieten bedroht, in denen sein Lebensraum durch Besiedlung, Land- oder Forstwirtschaft eingeschränkt und zerteilt wird.

Autor: Kore (22.06.2016)

Bilder: Pixabay

 

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