Spendenaufruf

Lieber Leserinen und Leser, ich habe Planet-Unicum als Projekt in 2014 gestartet und alle laufenden Kosten bis heute aus meine eigene Tasche bezahlt. Leider kann ich es nicht mehr ohne Eure Hilfe weiter leisten. Das Projekt liegt mir, sowie vielen anderen Leserinen und Leser sehr an Herzen und soll weiter leben.

Gute Autoren, die schöne Texte schreiben können, sind schwierig zu finden und die Texte müssen auch bezahlt werden. Es liegt bei Ihnen ob Sie ein, fünf oder mehr Euro spenden möchten, Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Hier ist das Link für PayPal-Spenden

Vielen Dank im Voraus,

Alexander Schecklein

Eine Spezialität mit Nervenkitzel

„Fugu“ bezeichnet eine kulinarische Besonderheit, die aus Japan stammt. Es handelt sich um das Muskelfleisch eines Kugelfischs. Aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften und der schwierigen Zubereitung haben diese Gerichte internationale literarische und cineastische Berühmtheit erlangt. Doch was steckt wirklich dahinter?

 

Steckbrief des Kugelfischs

Es gibt etwa 2000 Kugelfischarten, die von wenigen Millimeter bis zu über einem Meter messen können. 17 davon sind zur Zubereitung als Nahrungsmittel ausgewiesen und unterschiedlich giftig. Seinen Namen trägt er aufgrund der Fähigkeit, sich in Gefahrsituationen mittels spezieller Muskeln zu einer Kugel aufzupumpen. Das führt auch dazu, dass die zu kleinen Stacheln umgebildeten Schuppen aufrecht stehen. Diese beiden Faktoren machen den Kugelfisch für Fraßfeinde kaum noch angreifbar. Zudem hat er ein scharfes, schnabelartiges Gebiss, mit dem er unter anderem Schnecken verspeist. Es kann auch bei Menschen zu Verletzungen führen. Allerdings versucht er unter normalen Umständen Kontakt mit Menschen zu vermeiden. Er ist kein sehr schneller, jedoch ein ausgesprochen wendiger Schwimmer. Seine Haut ist fest, ledrig und häufig mit farbigen Mustern aus Punkten oder Streifen bedeckt. Seinen Lebensraum stellen die Küstenregionen tropischer Meere dar. Verschiedene Körperteile der Fische sind – je nach Art - giftig, darunter die Hoden, die Haut, Leber, Darm und Rogen. Das Muskelfleisch ist jedoch nur schwach oder überhaupt nicht giftig. Bei dem Gift handelt es sich um Tetrodotoxin, das durch Aufnahme bestimmter Nahrung entsteht. Dieses ist ein extrem potentes Nervengift, das zu verschiedenen Lähmungserscheinungen führt. Für eine tödliche Vergiftung reichen bereits 10 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht aus.

kugelfisch 2

Kugelfische als Speisefische

Die Besonderheit an Fugu ist nicht der spezielle Geschmack – er hat den Ruf eines eher langweiligen Aromas – sondern das Wissen um das Risiko beim Verzehr. Zumeist werden sehr dünne Scheiben, ähnlich einem Carpaccio, serviert und mit Sojasoße gewürzt. Gelegentlich findet man sie jedoch auch in angebratener oder anderer Form. Fugu-Köche benötigen eine spezielle Ausbildung, die ihnen die Zubereitung dieser Fische erlaubt. Restaurants, die die Erlaubnis haben, Fugu zu verkaufen, genießen daher eine exklusive Reputation. Spezielle Geschicklichkeit ist vor allem deshalb notwendig, weil viele Gäste Fleisch mit einer winzigen Menge Gift genießen – es soll für eine euphorisierende und leicht betäubende Wirkung sorgen. Dieser Effekt entsteht jedoch nur bei einer exakten Dosis Gift, für die die Verarbeitung extrem sorgfältig sein muss. Ist es zu viel, droht eine lebensgefährliche Atemlähmung. Da diese jedoch erst mit zeitlicher Verzögerung einsetzt, können die meisten Patienten gerettet werden. Und letztlich macht ja auch genau diese Spannung Fugu so attraktiv!

Autor: Kore (12.06.2016)

Bilder: Pixabay

 

Anzeige:

naturzeit.com