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Alexander Schecklein

Eine faszinierende Metamorphose

Jeder Hobbygärtner hat sich schon einmal über Fraßlöcher in den geliebten Pflanzen geärgert. Umgekehrt hat sich auch schon jeder einmal über die schönen, bunten Falter gefreut, die im Sommer zwischen den Blumen umherstreifen. Doch was genau passiert eigentlich dazwischen?

Entwicklung Schritt für Schritt

Hat sich das erwachsene Schmetterlingsweibchen erfolgreich gepaart, legt es eine je nach Art unterschiedliche Menge Eier ab. Diese werden häufig geschützt auf oder unter den Blättern der bevorzugten Futterpflanzen platziert. Dort schlüpft eine winzige Raupe, die sofort zu fressen beginnt. Sodann wächst sie stetig weiter, sodass sie sich in regelmäßigen Abständen ihrer Haut entledigen muss. Diese platzt auf, wenn die Raupe eine gewisse Größe erreicht und wird durch Bewegungen der Muskeln abgestreift. Hat die Raupe ihre endgültige Körpergröße erreicht, sucht sie sich einen Platz, um sich zu verpuppen. An diesen haben viele Arten sehr spezielle Ansprüche: Er muss Ihnen Schutz bieten, oft über den ganzen Winter, außerdem die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufweisen. Manchmal liegen die Puppen daher unter einer Laubschicht oder hinter Rinde, manchmal hängen sie an kleinen Stielen von überhängenden Flächen herab.
In diesem Zustand sind die Tiere vollkommen hilflos, zumeist zu keiner oder nur zu einer leichten Krümmbewegung als Abwehr fähig. Im Inneren der Puppe verändert sich die Gestalt des Insekts nun vollständig. Neue Organe und Gliedmaßen werden ausgebildet. Nach einer artspezifisch unterschiedlichen Zeit bricht die Puppe auf und der Schmetterling schlüpft. Dies ist eine kritische Phase, denn zunächst sind seine Körperstrukturen noch nicht ausgehärtet. Zudem muss er erst seine Flügel entfalten, bevor er sie nutzen kann. Je nach Art lebt der Schmetterling nur einige Tage oder bis zum Beginn des Winters, sehr wenige Arten wie das Tagpfauenauge (Aglais io) überwintern allerdings auch. Alle anderen müssen in dieser Zeit einen Paarungspartner finden und Eier ablegen, die die nächste Generation sichern.

Verkannte Vielfalt

Die meisten Menschen bewundern nur die Farbenpracht der adulten Schmetterlinge und stellen sich unter einer Raupe bloß einen unscheinbaren braunen oder grünen Wurm vor. Doch weit gefehlt. Raupen gibt es in Größen zwischen wenigen Millimetern und ganzen 17 Zentimetern! Dazu existieren sie in allen Farben des Regenbogens, glatt, behaart, mit Streifen, Punkten oder Augen, die der Tarnung oder dem Verschleiern ihrer Körperkonturen dienen. So kommt die Raupe des Buchenstreckfußes (Calliteara pudibunda) beispielsweise neongelb mit kurzen, dichten Büscheln und einem langen, roten Büschel sowie schwarzen Zwischensegmenten daher. Die Raupe des Ringelspinners (Malacosoma neustria) wiederum ist himmelblau und die des Weidenbohrers (Cossus cossus) rot-orange. Raupen von Schwärmern wie dem Windenschwärmer (Agrius convolvuli) dagegen sind nicht nur ungewöhnlich lang und dick, sie tragen häufig ein beeindruckendes Horn am hinteren Ende.

Autor: Kore (28.05.2016)

Bilder: Pixabay

Raupe beharrt