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Ein kompliziertes Wort für ein faszinierendes Zusammenleben

Als Mykorrhiza wird ein symbiotisches Zusammenspiel zwischen bestimmten Pflanzen und speziellen Pilzen bezeichnet. Sie stellt eine komplexe Partnerschaft zwischen der Wirtspflanze und dem infizierenden Pilz dar.

 

Wie funktioniert Mykorrhiza?

Die Sporen der Pilze liegen im Boden vor und beginnen auszutreiben. Wenn sie auf die Wurzeln passender Wirtspflanzen treffen, bilden sie ein dichtes Netz extrem feiner Wurzeln. Diese können sich als Geflecht um die Wurzelzellen der Wirtspflanze legen, oder – je nach Art - sogar in die Zellen selbst eindringen. Von da an beginnt ein intensiver Austausch zwischen den beiden Partnern. Während die Pflanze vor allem Wasservorräte und Phosphor gewinnt, erhält der Pilz vor allem Energie in Form von komplexen Kohlenstoffen. Diese können von den betreffenden Pilzarten entweder gar nicht oder nur in geringen Mengen selbst hergestellt werden. Die Pflanze jedoch kann sie über die Photosynthese produzieren. Im Gegenzug sind die wesentlich dünneren Wurzelhaare der Pilze imstande, Wasser- und Nährstoffreserven in der Erde zu nutzen, die für die Pflanze unerreichbar wären. Deshalb können Pflanzen mit dieser Symbiose in Zeiten von Wasserknappheit und auf nährstoffärmeren Böden überdauern. Zudem sind sie durch das dichte Wurzelnetz besser vor Schädlingen und Pathogenen geschützt.

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Wer nutzt Mykorrhiza?

Es werden drei Formen der Pilz-Pflanze-Symbiose unterschieden:
Sehr häufig ist die arbuskuläre Mykorrhiza, die viele Pflanzen, darunter auch viele unserer Nutzpflanzen, ausbilden. Sie hat ihren Namen (arbor = lat. Baum) aufgrund der bäumchen- oder fächerförmigen Pilzhyphen erhalten. Diese dringen ins Innere der Wirtszellen ein.
Auch bei der Endomykorrhiza dringen die Pilzzellen in die Zellen ein, allerdings nur in deren Wurzelrinde. Das äußere Wurzelnetz ist jedoch kaum ausgeprägt. Vor allem Kräuter nutzen diese Form.
In West- und Mitteleuropa besonders bekannt ist die Ektomykorrhiza. Diese bildet sich mit vielen Bäumen, beispielsweise Kiefernarten, aber auch Weiden und Birken. Hier befinden sich die Pilzhyphen nicht in, sondern zwischen den Zellen. Dafür bilden sie eine dichte Hülle aus feinsten Wurzelhärchen rund um die Enden der Wurzeln der Wirtspflanze. Einige uns bekannte Speisepilze wie Pfifferlinge bilden diese Symbiose mit Bäumen aus und lassen sich deshalb nicht unter künstlichen Bedingungen züchten. Manche Arten sind dabei auf einen speziellen Wirt angewiesen, andere können die Partnerschaft mit verschiedenen Pflanzen eingehen. Tatsächlich existiert in den meisten Wäldern ein dichtes Netz aus Pilzhyphen unter der Erde, sie verbinden oft viele Bäume miteinander und bilden ein weitreichendes Geflecht.
Wie so oft herrscht jedoch auch hier harte Konkurrenz in der Natur: Sowohl einige Pilz- als auch einige Pflanzenarten versuchen den jeweiligen Partner ohne „Gegenleistung“ auszubeuten. Dies sichert ihnen größere Vorteile – sie werden zu Parasiten.

Autor: Kore (21.05.2016)

Bild: Pixabay

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