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Alexander Schecklein

Ein Leben unter Extrembedingungen

Pflanzen wachsen an Orten, an denen für uns kaum Leben vorstellbar ist, so zum Beispiel in eisigen Tundren und glühend heißen Wüsten. Um allerdings an solchen Standorten existieren zu können, haben sie ganz besondere Strategien entwickelt.

Vorkommen

Selbst an den heißesten Orten der Welt, wie der Sahara in Afrika, der Gibsonwüste in Australien oder der Atacama in Südamerika, leben Pflanzen. In solchen Klimaten regnet es weniger als 100mm im Jahr, oft sogar weniger als 10mm oder gar nicht. 1mm Niederschlag entspricht dabei einem Liter, verteilt auf einen Quadratmeter Boden. Dazu kommt ein Untergrund aus Sand, Kies oder rohem Stein, der keinerlei Humus aufweist. Selbst wenn einmal Regen fällt, verdampft er fast sofort wieder. Nicht weniger gnadenlos ist die hohe UV-Strahlung, unter der alle Lebewesen dieser Gebiete leiden. Pflanzen, die diesen sehr trockenen Bedingungen standhalten, nennen sich Xerophyten (=Trockenpflanzen). Da viele Wüstenböden zudem unter starker Versalzung leiden, kommen auch sogenannte Halophyten (= Salzpflanzen) vor. Pflanzen deren Bau und Wurzelwerk es zulässt in Sand zu gedeihen, werden als Psammophyten (= Sandpflanzen) bezeichnet.

 

welwitischia mirabilis

Anpassungsstrategien

Wüstenpflanzen haben sehr unterschiedliche und vielfältige Anpassungsmechanismen entwickelt. Einige Gattungen zeichnen sich durch extrem lange Wurzeln aus, mit denen sie das Grundwasser erreichen können, um von Regen unabhängig zu sein. Dazu zählt die Welwitschie, die zudem durch ihr eigentümliches Äußeres auffällt und nur ein einziges Blattpaar hat, das immer weiter wächst. Ebenso verhält es sich mit Tamarisken, widerstandsfähigen Bäumen mit schmalen, nadelartigen Blättern.
Auch sonst sind die Blätter häufig extrem klein oder fehlen ganz, um weniger Angriffsfläche für Strahlung und Verdunstung zu bieten. Da Sonnenlicht im Überfluss vorhanden ist, kann trotzdem noch ausreichend Energie für alle Lebensprozesse erzeugt werden.
Eine andere Schutzmöglichkeit besteht in einer dicken, weißen Wachsschicht, wie wir sie beispielsweise bei den sogenannten „lebenden Steinen“ (Lithops) kennen. Diese unterscheiden sich tatsächlich kaum von ihrer Umgebung. Ein ähnlicher Effekt wird durch eine dichte, helle Behaarung oder Bestachelung erreicht, die das Sonnenlicht reflektiert.
Nicht zuletzt legen viele Pflanzen große Wasserspeicher an. Das kann in Form von unterirdischen Knollen geschehen oder aber durch Verdickung der Mittelachse (Stammsukkulenz) oder der Blätter (Blattsukkulenz). Diese Formen sind besonders häufig bei Kakteen in Amerika und den Dickblattgewächsen (Crassulaceae). Nicht selten treten mehrere dieser Merkmale auf, die es der Pflanze erst zusammen ermöglichen über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte den widrigen Lebensumständen zu trotzen.

yucca

Yucca in der Wüste

Autor: Kore (05.04.2016)

Bilder: Pixabay

 

 

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