Über die Größenvielfalt von Planeten

 Wer am Meer wohnt oder wer seinen Urlaub am Meer verbringt, kann den Gezeitenwechsel beobachten. Dabei werden entweder, je nachdem, ob Flut oder Ebbe, Abschnitte freigelegt oder verdeckt, wodurch neue Landschaftsstrukturen entstehen.

Dieses Wirkprinzip ist die Gravitation und die sich daraus ergebende Schwerkraft hat einen enormen Einfluss auf das Wasser. Wasser kann sich frei bewegen und es werden durch Freilegung oder Verdeckung neue Formationen (Strukturen) geschaffen. Das kann sich aber beispielsweise in Bodenbrüchen, die durch trockene Winde verursacht werden, äußern.
Dasselbe Prinzip gilt für die Planeten Erde und Mond. Zwischen beiden ist das Schwerkraftverhältnis so stark, dass es in beiden Massen zu strukturellen Verformungen kommt. Auf der Mondoberfläche entsteht eine Auswuchtung, wobei die Mondmasse, gleich dem Gezeitenwechsel, überflutet wird. Dieses Phänomen ist der Wissenschaft seit Jahrhunderten bekannt.

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Entwicklung von Strukturen

Forscher glauben nun, dass ein ungleichmäßiges Universum, bestehend aus einigen großen und vielen kleinen Objekten, die Gravitationsspannung schneller abbaut, als ein gleichförmiges Universum. In unserem Sonnensystem befindet sich ein gewaltiges Objekt, die Sonne und eine ganze Reihe kleinerer Planeten und Asteroiden. Forscher der Duke-Universität in Durham, North Carolina, begründen nun die Größenvielfalt der Planeten mit einem im gesamten Universum verbreiteten und bekannten Modell, der Hierarchie.

Die Wissenschaft weiß seit dem 17. Jahrhundert, dass die Schwerkraft für die Ausdehnung der Objekte im Universum verantwortlich zeichnet. Was aber überraschenderweise unberücksichtigt blieb, ist, dass dieses Wachstumsphänomen nicht die Hierarchie erklärt.

 

Entwicklungsgesetz


Hier wird als neuer Erklärungsansatz die Entwicklung von Strukturen herangezogen. Dieses Entwicklungsgesetz wird verwendet, um die Struktur von Schneeflocken, Flussgebieten, Lungen und sogar von Flugzeugen zu erklären und es stellte sich die Frage, wie sich die Entwicklung von Strukturen im Universum darstellen würde.

Es begann mit Berechnung der Spannung, die durch die Massenanziehung zwischen Körpern gleicher Größe in einem gleichmäßig verteilten Raum hervorgerufen wird und dabei zeigte sich, dass, wenn die Körper in einigen großen Körpern und kleinen Körpern verschmelzen, die Spannung rascher verringert wird, als wenn die Körper gleichmäßig verschmelzen.
Neu ist die Erkenntnis, dass die Hierarchie von Anfang an spontan und von innen geschieht. Die Auflösung der einheitlichen Suspension von Körpern in ein paar große und viele kleine Körper tritt deshalb auf, da dies der schnellste Weg ist, um die innere durch Schwerkraft hervorgerufene Spannung abzumildern. Strukturen haben die natürliche Tendenz, sich in Richtung eines Zustands verringerter Spannung zu entwickeln, was sich in der Entwicklung von Strukturen zeigt.

 

Beitrag bearbeitet: 16.03.2016

Bilder: Pixabay