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Alexander Schecklein

Kaffeemarkt heute.


Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke überhaupt. Viele von uns starten direkt mit einer Tasse Kaffee in den Tag. Er hilft uns oft, lange Tage im Büro zu überstehen und gehört zu einem leckeren Stück Kuchen für viele Menschen einfach dazu.

Kaffee wird oft mit Genuss verbunden. Dabei vergessen wir oft, dass der Großteil unserer Kaffees von Kleinbauern hergestellt wird, die oft von weniger als zwei Dollar am Tag leben müssen. Viele Kleinbauern leben in Südamerika in abgelegenen Gebieten und haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen.

So ist eine Folge des Klimawandels, dass durch den weltweiten Temperaturanstieg Schädlinge und Krankheiten wie der sogenannte Kaffeerost begünstigt werden. Darüber hinaus ist der Kaffeepreis sehr schwankungsanfällig. Gerade kleine Bauern, die nicht in Kooperativen zusammengeschlossen sind, haben oftmals eine schlechte Verhandlungsposition. Sie sind von Händlern abhängig und verfügen kaum über Informationen zu Markt und Preisen.

Und auch, wenn die Anbauflächen sehr klein sind und Ernten ausfallen, ist dies für Kleinbauern ein großes finanzielles Problem. Auch steigende Kosten machen ihnen zu schaffen. Darüber hinaus bestimmen vor allem die großen internationalen Handelsfirmen über den Markt. Derzeit bestimmen nur fünf große Unternehmen fast die Hälfte des Kaffeemarkts.

Faitrade

In Deutschland gibt es mehrere Siegel, die für fair gehandelten Kaffee stehen. Das bekannteste ist wohl Fairtrade, aber auch das Unternehmen Gepa steht für fairen Kaffee. Die Organisation Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) mit Sitz in Bonn hat eine einheitliche Zertifizierung entworfen. Damit zeichnen sie Hersteller aus, die bestimmte soziale, ökologische und wirtschaftliche Bedingungen erfüllen. Zu diesen gehören unter anderem der Verzicht auf Kinderarbeit, geregelte Arbeitsbedingungen, ein umweltfreundlicher Anbau und der Verzicht auf Pestizide.

Allerdings müssen sich Hersteller und Kooperativen um dieses Siegel bewerben und dafür bezahlen. Ist dies der Fall, erhalten sie für ihren Kaffee den Mindestpreis der FLO. Damit sind Bauern besser vor Preisschwankungen geschützt. Dazu können sie eine Prämie für Investitionen bekommen.

Kaffee Bohnen

Gepa

Die Gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH) verfolgt einen anderen Ansatz. Sie stellt keine Zertifikate aus, sondern ist viel mehr ein Importunternehmen, dass sich auf fairen Handel spezialisiert hat. Die Gepa ist das größte Unternehmen seiner Art in Europa.

Mittlerweile gibt es allerdings immer wieder Kritik an den Fairtrade-Siegeln. So erhalten die Bauern in der Regel einen Grundpreis, wenn der Weltmarktpreis für Kaffee allerdings höher liegt, erhalten sie den regulären Marktpreis. Als Alternative zu Fairtrade-Kaffee gilt daher der Direkthandel. Mittlerweile sehen viele Menschen den direkten Handel als die bessere Wahl an. Dieser Kaffee ist zwar oftmals teurer, aber die Qualität ist auch besser. Zudem haben die Bauern die Möglichkeit, selbst gute Preise, oft sogar mehr als beim Fairtrade-Kaffee, auszuhandeln. Die Idee dahinter ist, dass eine direkte Verbindung zwischen Produzenten und Endverbrauchern hergestellt wird. Dieser wird von kleinen Unternehmen organisiert. Deren Mitarbeiter reisen direkt in das Herstellungsland und suchen dort interessante Produzenten. Viele Unternehmen verkaufen dann deren Kaffee direkt selbst.

Autor: E. Gieseler (15.05.2017)

Bilder: Pixabay

Kaffee bohnen roh

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