Zwei Räder gegen vier Reifen


Derzeit sind der Dieselskandal und geplante Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in mehreren deutschen Städten große Themen. Stuttgart führte als erste deutsche Großstadt ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ein, andere Städte wollen nachziehen.

Das Fahrverbot gilt für ältere Dieselfahrzeuge, die nicht über die sogenannte Euro-6-Norm verfügen. Doch nicht nur Stuttgart hat ein Feinstaubproblem: Dieselfahrzeuge gelten als der Hauptverursacher von Feinstaub und Stickoxiden. Ältere Modelle sollen zwar weniger CO2 ausstoßen, dies hat jedoch den Nachteil, dass dafür andere Schadstoffe in die Luft gelangen.

Dies könnte für viele Menschen künftig ein Grund sein, öfter auf das Fahrrad umzusteigen. Doch noch weitaus mehr Gründe sprechen fürs Umsatteln. Schon heute fahren viele Arbeitnehmer mit dem Fahrrad ins Büro. Wenn dies jedoch noch mehr Menschen tun würden, würde dies der Umwelt, unserem Portemonnaie und unserer Gesundheit gut tun.

Gerade in großen Städten ist der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad sogar oft angenehmer und stressfreier. Man ärgert sich nicht über Staus und zu wenig Parkplätze. Parkgebühren und die lästige Parkplatzsuche entfallen. So spart man je nach Arbeitsweg sogar Zeit, wenn man mit dem Fahrrad ins Büro fährt. Manchmal kann man mit dem Rad sogar die eine oder andere Abkürzung nehmen. Dies gilt auch für viele Wege in der Freizeit. Wenn man nur kurz zum Bäcker möchte oder im nächsten Supermarkt nur ein paar Kleinigkeiten kaufen will, können viele von uns ebenfalls öfter auf das Fahrrad umsteigen oder gar zu Fuß gehen. Die steigert auch die Fitness. Wer viel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kann sich womöglich sogar den Weg ins Fitnessstudio sparen. Dies senkt auch die monatlichen Ausgaben.

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Zudem spart man Geld, weil man seltener tanken muss. Übrigens lässt sich der Weg zur Arbeit in vielen Fällen von der Steuer absetzen, egal, mit welchem Verkehrsmittel man zur Arbeit fährt und welche Kosten dafür anfallen. Es wird immer eine Kilometerpauschale von 30 Cent pro Kilometer gezahlt. Und wer ganz aufs Auto verzichtet, spart auch an anderen Kosten wie der KFZ-Versicherung und kann unter Umständen monatlich mehrere Hundert Euro sparen. Für längere Strecken gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen von Mitfahrgelegenheiten und Fahrgemeinschaften bis zu Bus und Bahn.

Einen Faktor sollte man nicht vergessen: Fahrrad fahren macht Spaß! Man ist an der frischen Luft unterwegs, kann bei gutem Wetter die Sonne genießen und fährt oft schönere Strecken, als mit dem Auto. Wer morgens durch den Park zur Arbeit fährt, kommt besser gelaunt im Büro an, als die Kollegen, die schon am frühen Morgen im Stau standen.

Autor: E. Gieseler (27.03.2017)

Bilder: Pixabay

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